
Liebe WaiblingerInnen, der Gemeinderat hat beschlossen: Die Planungen zum Baugebiet Söhrenbergweg gehen weiter.
Wahlentscheidend war eine einzige Stimme – WKZ und Stuttgarter Nachrichten berichteten bereits über die namentliche Abstimmung. Nun steht das knappe Votum gegen das deutliche „Nein“ zum Baugebiet des Neustädter Ortschaftsrats. Es sollen Wohnungen entstehen, direkt am Landschaftsschutzgebiet, wo es die von den Anwohnenden regelmäßig gesichteten Kröten laut Gutachten gar nicht gibt. Ein schickes Neubaugebiet, ohne Lösungen für die bereits überlastete Infrastruktur im Ortskern und ungeeignet für diejenigen, die günstigen, zentralen Wohnraum benötigen.
Das Projekt gefährdet auch die im Klimaschutzgesetz geforderte Reduzierung von Treibhausgas Emissionen, was zu Klagen führen könnte kein Problem?
Der Gemeinderatsbeschluss hat gezeigt: Es gibt dafür keine stabile Mehrheit bei den von den BürgerInnen gewählten RätInnen. Das birgt weitere Gefahren: Jeder Folgebe schluss – und von denen sind noch einige not wendig – ist unsicher und kann alles wieder in Frage stellen. Ist im Angesicht all dieser Bedenken, kritischen Aspekte und einer fragwürdigen Mehrheit der Einsatz weiterer Gelder für die Planungsfortführung gerechtfertigt?
Angesichts einer Haushaltslage, die uns gerade in vielen Bereichen wirklich schmerzhafte Einsparungen abverlangt?
Oder sollte hier nicht lieber die Stimme der Vernunft zum Umdenken auf rufen? Ich habe mir einige Quartiersentwicklungen in anderen Städten angesehen: Da wird auf ehemaligen Gewerbe- oder Kasernenflächen Wohnraum für alle Alters- und Einkommensklassen inklusive einer möglichst vollständigen Versorgungs-Infrastruktur geplant. Es entstehen zukunftsfähige Quartiere, er schwinglicher Wohnraum; und das entspricht auch den Bedarfen, die wir tatsächlich haben
Unrealisierbar in Waiblingen? Sicher nicht! Es würde sich lohnen, die Köpfe für Naturschutz und zeitgemäße Ideen zu öffnen!
