In den letzten Jahren wurde das Angebot an Kindertageseinrichtungen in Waiblingen erheblich größer. Vor allem bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern mussten erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um den ab diesem Jahr geltenden Rechtsanspruch der Eltern umzusetzen. Bei den Öffnungszeiten galt es, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit zu ermöglichen.
Neben den städtischen und kirchlichen Kindergärten haben sich in zunehmendem Umfang auch Einrichtungen privater Träger etabliert. Diese haben, wenn sie in die Kindergartenbedarfsplanung der Stadt aufgenommen werden, den gleichen Anspruch auf staatliche bzw. kommunale Förderung bei den Investitions- und Betriebsausgaben. Bisher gibt es sieben private Einrichtungen, eine achte kommt in Kürze dazu.
Die SPD-Fraktion hat nichts gegen die Vielfalt im Bereich der Trägerschaft, wird aber sehr genau darauf achten, dass die pädagogischen Standards innerhalb unserer Stadt vergleichbar bleiben. Während z. B. bei Waldorf- und Montessori-Kindergärten das besondere inhaltliche Profil im Vordergrund steht und gemeinnützige Vereine als Träger fungieren, haben wir Zweifel, ob reine Privatunternehmen, denen letztlich auch eine Gewinnerzielungsabsicht zu Grunde liegt, in diesem sensiblen Bereich richtig angesiedelt sind. In jedem Fall hat die Kommune nach unserer Auffassung darüber zu wachen, dass die Millionen an staatlichen Fördergeldern nicht zu einem Wildwuchs führen.
Wir wollen eine fachlich gute Betreuung der Waiblinger Kinder, in welche Einrichtung sie auch immer gehen. Uns ist aber auch nicht gleichgültig, welche Arbeitsbedingungen für die ErzieherInnen und das andere Personal dort herrschen. Und schließlich darf es mittels großer Gebühren-Diskrepanzen nicht zu einer sozialen Entmischung in den Kindergartengruppen kommen!