Lösungen für das Verkehrschaos am Staufer-Schulzentrum suchten die Teilnehmer des Bürgerstammtischs der Waiblinger SPD am 17. Juni 2013. Die zahlreichen Busse, Radfahrer und Elternautos sorgen in der Mayenner Straße jeden Morgen für ein Verkehrschaos. Aus eigener Betroffenheit hatte darum SPD-Vorstandsmitglied Sebastian Seelow das Thema für den Stammtisch vorgeschlagen und mit Fotos von der Situation die Diskussion eröffnet.
Die Verkehrsprobleme konzentrieren sich am Staufer-Schulzentrum an der Bushaltestelle. Hier kommen aus dem Bus aussteigende Schüler, anfahrende Autos von Eltern und Lehrer und Radfahrer aus dem Waiblinger Süden auf relativ kleinem Raum zusammen. Bei den Zugängen von der Theodor-Kaiser-Straße und der Blumenstraße gibt es dagegen selten Probleme.
Eine Hauptursache des morgendlichen Chaos sind Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und dabei nicht auf den Verkehr hinter ihnen achten. Mehrere Teilnehmer des Stammtischs schilderten, dass einige Eltern sogar bis an die Grundschule gefahren waren, als diese ihr neues Gebäude bezogen hatte. Die Stadt musste eine Schranke installieren, damit die Schulkinder, die zu Fuß kamen, nicht mehr gefährdet wurden. Die Anwesenden waren sich aber auch einig, dass uneinsichtige Eltern kein Problem sind, dass speziell das Staufer-Schulzentrum betreffen würde.
Auf Einladung des SPD-Vorstands waren der Schulleiter der Staufer-Realschule, Axel Rybak, der stellvertretende Schulleiter des Staufer-Gymnasiums, Ulrich Fuchs, sowie die Vorsitzende des Elternbeirats der Staufer-Realschule, Alexandra Kaiser, gekommen. Sie berichteten, dass die Eltern von den Sekretariaten aller Schularten schon häufiger angeschrieben worden waren, ohne dass sich etwas verbessert habe.
In der folgenden Diskussion wurden ganz unterschiedliche Lösungsvorschläge erörtert, darunter ein weiterer Zebrastreifen über die Mayenner Straße oder eine verkehrsberuhigte Zone oder einen „Shared-Space“-Bereich, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Die Schulleiter schlugen vor, den Fahrradverkehr zu bündeln, weil durch die neuen Wohngebiete im Waiblinger Süden und die Umgestaltung der Devizes Straße noch einmal deutlich mehr Radfahrer erwartet werden. Auch die Schaffung einer Kurzhalte-Zone für Eltern oder die Vergrößerung der Fläche für die Schüler, die aus dem Bus aussteigen, wurden in die Diskussion geworfen. Klaus Riedel erzählte, dass es in Deutschland Städte gibt, die den Verkehr zu Schulbeginn mit Schranken ganz ausschließen. Das ist bei einer Durchgangsstraße wie der Mayenner Straße zwar nicht möglich, zeigt aber, dass die Probleme überall ähnlich sind.
Schließlich sicherten die anwesenden SPD-Stadträte zu, dass sie sich die Situation vor Ort ansehen und sich dafür einsetzen werden, mit der Verwaltung Verbesserungen zu erarbeiten. Die Radwege in diesem Gebiet stehen gerade sowieso auf der Agenda der Waiblinger Kommunalpolitik, so dass hier schnelle Verbesserungen möglich wären. Und auch für die Probleme mit dem Autoverkehr sollen Lösungen gesucht werden.