Stellungnahme der SPD-Fraktion zum möglichen Baugebiet Söhrenbergweg -
Einleitung weiterer Planungsschritte in der Gemeinderatssitzung am 22.05.2025
Eigentlich sind die Argumente zum möglichen Baugebiet Söhrenbergweg bereits mehrfach und vollumfänglich ausgetauscht.
Trotzdem möchte ich hier heute kurz die Möglichkeit nutzen, um die Position der SPD-Fraktion darzulegen.
Wir haben in Waiblingen und auch darüber hinaus im Ballungsgebiet der Region Stuttgart einen gravierenden Mangel an kostengünstigem Wohnraum. An Wohnraum den sich Azubis, Familien oder auch Rentner leisten können, die in normal bis gering vergüteten Jobs oder Branchen arbeiten bzw. gearbeitet haben.
Als Kommune ist es unsere Aufgabe genau diesen Menschen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dieser Aufgabe sind wir uns als SPD-Faktion absolut bewusst. Deshalb haben wir bei der Entwicklung des IBA Projekts an der Staufer Straße auch voller Überzeugung der Entwicklung am Ortsrand auf der „Grünen Wiese“ der Schaffung von ca. 220 Wohnungen, wovon mehr als die Hälfte kostengünstige Wohnungen werden sollen zugestimmt.
Und genau solche Projekte brauchen wir noch weitere in Waiblingen. Doch im Bereich Söhrenbergweg sehen wir nicht, dass hier wirklich im größeren Maße kostengünstiger Wohnraum entstehen wird.
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ist die Dichte der Bebauung viel zu gering.
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würde eine deutlich Dichtere Bebauung als sie im vorliegenden Entwurf vorgeschlagen ist zu deutlichen Verkehrsbelastung der nicht dafür ausgelegten Straßen, Seestraße, Bühlweg oder ggfs. Söhrenbergweg und Ringstraße führen. Bei letzteren beiden haben wir bereits heute große Verkehrsprobleme rund um die Grundschule und KiTa.
Außerdem befinden wir uns im Bereich des Söhrenbergwegs am Rande eines Landschaftsschutzgebiets das im mehrfachen Maße sehr sensibel ist.
Als Lebensraum von Amphibien, wer es nicht glaubt, darf gerne im nächsten Frühjahr bei der Amphibienaktion der Friedenschule Neustadt mit helfen. Aber auch Ornithologisch direkt an die Streuobstwiesen eine wertvolle Fläche.
Stadtklimatisch, mit der flach geneigten Wiese im nördlichen Bereich haben wir eine1A Kaltluftgestehungsgebiet. Hier entsteht durch Verdunstung in heißen Sommernächten kalte Luft die die gesamten darunter liegenden Häuser mit kühler Luft versorgt. In Zeiten des Klimawandels mit immer mehr tropischen Nächten sollte man solche Effekte nicht außer Acht lassen.
Das Waiblinger Baulandmodell sehen wir beinahe mit Füßen getreten, zumindest aber erheblich strapaziert. Den wir machen hier eine Planung über Flächen die uns als Stadt zu großen Teilen nicht gehören und wie wir mehrfach von Frau Albeck, der Besitzerin der Gärtnereiflächen gehört haben auch nicht gehören werden.
Abschließend möchte ich noch an den gesamten Gemeinderat appellieren das Votum des Ortschaftsrats ernst zu nehmen. Welcher mit 5 Ja, 8 Nein und einer Enthaltung sich deutlich gegen ein Wohnbauentwicklung in diesem Bereich ausgesprochen hat. Wenn wir als Gemeinderat in solch wichtigen, die Ortschaft direkt betreffenden Fragen nicht dem Ortschaftsrat folgen, dann muss man ernsthaft die Frage stellen, ob wir uns die Ortschaftsräte nicht auch gleich sparen können.
Für die SPD-Fraktion Waiblingen, Urs Abelein
