SPD Waiblingen

Nachruf Siegfried Künzel - von Klaus Riedel

 

Liebe Uschi, liebe Jutta und lieber Jochen zusammen mit euren Familien, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Trauergemeinde, 

wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten trauern mit euch um Siegfried Künzel.

Auch die Stadt Waiblingen gedenkt heute mit großer Hochachtung ihres langjährigen und sehr engagierten Stadtrats Siegfried Künzel. Die Teilnahme an dieser Trauerfeier von Herrn Oberbürgermeister Sebastian Wolf, seines Amtsvorgängers Andreas Hesky sowie Hans Wössner und Birgit Priebe und ehemaligen und aktuellen Mitgliedern des Gemeinderates und des Kreistages an dieser Trauerfeier bringt dies zum Ausdruck.

Es war wohl im Winter 1969/70 als mich Siegfried Künzel zum wiederholten Mal daran erinnerte, ja aufforderte, dass ich als Jungsozialist nach zwei, drei Jahren aktiver Mitarbeit in der Waiblinger Jusogruppe nun endlich in die SPD eintreten sollte. Damit begann unser gemeinsamer sozialdemokratischer Weg. Bei ihm wäre er im kommenden Jahr 60 Jahre „lang“.

Ein Weg, der zeigt, dass eine politische Freundschaft auch in eine persönliche Freundschaft übergehen kann.

Es schlossen sich dann ab 1975 lange, ereignisreiche gemeinsame Jahre im Waiblinger Gemeinderat an. Die Platzhirsche im Rat wussten natürlich, dass jetzt die 68iger anrückten und so rückten sie zusammen.

Sieger war zunächst Mitglied im damaligen Bauausschuss. Die Durchsetzung der Waiblinger Fußgängerzone gegen erheblichen konservativen Widerstand, der behutsame und nachhaltige Umgang mit Freiflächen, mehr Raum für Grün und Tierwelt und schließlich das „Waiblinger Modell“ für mögliche neue Wohngebiete waren auch seine Themen. Besonders am Herzen lag ihm jedoch die Arbeit für Bildung und Soziales. Die Schwerpunkte seines Engagements in diesem Bereich wurden bereits genannt. Mit großer Sachkenntnis und Beharrlichkeit forderte er auch der Verwaltung einiges ab. Ich erinnere mich z.B. noch gut daran, wie leidenschaftlich er für die Gebührenfreiheit in den Kindergärten eintrat, weil er sie als Bildungseinrichtungen wie die Schulen verstand, die allen Kindern kostenlos zur Verfügung stehen müssten. Den Nulltarif konnten wir zwar nicht durchsetzen, aber immerhin führte Waiblingen als eine der ersten Städte wenigstens sozial gestaffelte Gebühren ein. Wie hier eilten viele seiner Ideen der damaligen noch herrschenden Denkkultur voraus. So musste auch Sieger so manche Angriffe der politischen Gegner hinnehmen. Es lief häufig nach dem Motto: „Wenn du das Argument nicht schlagen kannst, dann treffe die Person“.

Auch in den eigenen sozialdemokratischen Reihen gab es so manche Reibung. Sieger ging seinen Weg unbeirrt, aufrecht und mit tiefer Überzeugung. Während andere der Sozialdemokratie den Rücken kehrten, blieb er ihr in kritischer Solidarität treu. Parteisoldat zu sein, war nicht sein Ding. Die Grundwerte der Sozialdemokratie „Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ waren jedoch immer sein politischer Kompass.

Als Ende August das grüne Urgestein Christian Ströbele verstarb, zitierte ihn ein Nachruf wie folgt: „Ich bin bereit, bei einer Sache mitzumachen – aber nicht so, wie ihr es wollt, sondern nach meinen eigenen Vorstellungen“. Ich denke, dies war auch ein Leitmotiv für Siegers politisches Handeln. Machen auch wir es uns zu eigen. Dann, so denke ich, wäre Sieger mit uns zufrieden. Sein politisches Wirken in unserer Stadt und die Freundschaft mit ihm könnte nachhaltiger nicht sein.

Nun wünsche ich allen die Kraft und die Hoffnung, aus der tiefen Trauer in eine Zukunft gehen zu können, in der die vielen schönen Erinnerungen wieder Mut und Stütze im Leben geben können.

Bei den Waiblinger Sozialdemokraten jedenfalls bleibt Siegfried Künzel unvergessen.

Waiblingen, 19.12.2022

Klaus Riedel

SPD Waiblingen ehrt langjährige Mitglieder

50 Jahre und mehr Mitglied in der SPD: Am Samstag, den 10. Dezember 2022 wurde langjährigen Mitgliedern eine besondere Ehre zuteil. Lissy Theurer, Vorsitzender des Ortsvereins, überreichte beim jährlichen Weihnachtstreffen der SPD-Waiblingen neben Ehrenurkunden auch die silberne oder gar goldene Anstecknadel als Dank für die treue Parteizugehörigkeit.

Mit einer Rede erinnerte Klaus Scheiner in diesem Rahmen an den früheren Bundeskanzler und SPD-Politiker Willy Brandt und vermittelte etwas von dessen Faszination auf die Generation der Nachkriegsdeutschen: Brandts Wirken in seiner Regierungszeit und als langjähriger Parteivorsitzender zogen in den 70er und 80er Jahren zahlreiche Bürger in den Bann sozialdemokratischer Politik. Auch in Waiblingen, so Scheiner, hinterließ Brandt seine politische Spur: Auf seiner Reise zur Landtagswahlkampagne in Baden-Württemberg kehrte der damalige Bundeskanzler 1971 im Gasthaus Mühlrad in Beinstein ein. Die dort anwesenden Jusos überredeten ihn sogar zu einer spontanen Wahlkampfrede.

Geehrt wurden für ihre Mitgliedschaft:
50 Jahre Mitgliedschaft: Ursula Hölzel, Klaus Rebke, Roland Meyer, Reinhard Schult, Gerd Plagge, Klaus Pfaff
40 Jahre Mitgliedschaft: Peter Schrade.

Die Anwesenden gedachten auch der im Jahr 2022 verstorbenen Mitglieder, so auch dem langjährigen Gemeinde- und Kreistagsrat Siegfried Künzel, der am 04. Dezember verstarb.

Landesparteitag am 19.11.2022 in Friedrichshafen

Delegierten Rems-Murr gemeinsam mit Landesvorsitzendem Andreas Stoch Stoch

Hinter uns liegt ein spannender Landesparteitag in Friedrichshafen, bei welchem unsere Rems-Murr-Delegation eine starke Vertretung war. Mit seinem Besuch hat unser Bundeskanzler Olaf Scholz ein klares Zeichen für unseren Landesverband gesetzt und gezeigt, dass es gut ist, dass die SPD im Bund regiert. Es wurde jedoch auch deutlich, dass die SPD auch in Baden-Württemberg gebraucht wird. Grün und Schwarz regieren inzwischen nur noch, um zu regieren aber nicht mehr, um unser Land nach vorne zu bringen. Baden-Württemberg braucht ab 2026 eine starke SPD in der Landesregierung.

 

 

 

Die Parteispitze rund um Andreas Stoch und Sascha Binder wurde überzeugend und mit einem starken Signal der Geschlossenheit wiedergewählt. Ab sofort ist auch der Rems-Murr-Kreisverband im Parteivorstand vertreten. Unser Rems-Murr Kreisvorsitzender Benedikt Paulowitsch, darf die nächsten zwei Jahren die Parteiarbeit für Baden-Württemberg mit gestalten. Herzliche Glückwünsche.

 

Politische Informationsreise nach Berlin vom 16. – 19.11.2022

Das Bild zeigt die Delegation aus dem Waiblinger Ortsverein

Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Macit Karaahmetoglu aus dem Wahlkreis Ludwigsburg begaben sich interessierte Genossinnen und Genossen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis Waiblingen für vier Tage in die Bundeshauptstadt Berlin, um einen intensiven Einblick ins Zentrum der Politik und in die Geschichte Berlins zu erlangen. Neben einer großen Stadtrundfahrt durch das Regierungsviertel, vorbei an diversen Botschaften und vielen kulturellen Must-Sees, durfte eine Führung im Bundestag nicht fehlen. Der Besuch des Holocaust-Denkmal „Denkmal für die ermordeten Juden in Europa“ stand ebenfalls auf dem Programm. Leider war das dazugehörige Dokumentationszentrum „Ort der Information“ wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Sehr beeindruckend war auch der Besuch des DDR-Dokumentationszentrums Bernauer Straße sowie des Tränenpalasts, die frühere DDR-Ausreisehalle, die nun zum DDR-Museum umgestaltet wurde. Das Highlight der Reise war sicherlich die Führung im Bundeskanzleramt. Abschließend konnten man im Haus der Zukünfte „Futurium“ noch einen Ausblick in die Zukunft wagen. Alles in allem ermöglichten die vier Tage in Berlin einen umfassenden Einblick in das gesellschaftliche und politische Leben Berlins.

Nächste Termine

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15.09.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr Jahreshauptversammlung

21.09.2026, 19:00 Uhr - 21:30 Uhr 2. SPD-Mandatsträgertreffen 2026

28.11.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr Jahresabschluss mit Jubilarsehrung 2026

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