Vom 8.September 2022
Unsere Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dabei handelt es sich zwar in erster Linie um öffentliche Gebäude, Schulen usw., jedoch sollen sich lt. Zielsetzung auch Bürgerinnen und Bürger daran beteiligen. Das ist ein löbliches Unterfangen, kann aber nur erreicht werden, wenn alle mit ins Boot genommen werden. Hier sehe ich das Problem. Wie soll das gehen, wenn man in einem älteren Haus lebt? Wie können die Kosten für notwendig werdende Umbauten im Heizungsbereich, Dämmung von Fassaden usw. aufgebracht werden ohne Kredit, welche z.B. ältere Menschen oder Geringverdiener gar nicht (mehr) bekommen? Es gibt bestimmt nicht wenige Bürgerinnen und Bürger in Waiblingen, die vor Jahren ihr Haus auf den damals neuesten Stand gebracht haben und jetzt alles ändern sollen, damit es klimaneutral ist. Wird darüber auch nachgedacht?
Polemik Möss „Nichts dazugelernt“
Die von Russland ausgehenden Verheerungen und die aktuell sichtbaren Klimaturbulenzen sollten für uns alle Anlass sein, neu nachzudenken. Auch für diejenigen, die bei jeder Gelegenheit gegen Windkraft polemisieren. Wind und Sonne stehen kostenlos zur Verfügung und sind die einzige Chance, uns aus der Abhängigkeit von Öl, Gas und Uran zu befreien. Wir müssen endlich daran gehen, diese intelligent zu nutzen. Wie wertvoll billig erzeugte Energie wäre, werden viele von uns in den nächsten Monaten schmerzlich erfahren.
Die SPD-Fraktion im Waiblinger Gemeinderat hat bereits zum Haushalt 2015 beantragt, Windmessungen auf der Buocher Höhe vorzunehmen und zu finanzieren. Wäre dem Antrag damals gefolgt worden, hätten wir heute Klarheit und müssten nicht über ungelegte Eier diskutieren. Regionale Nutzung auch von Windkraft muss unbedingt weiter verfolgt werden, sofern es sich wirtschaftlich und mit Blick auf die langfristigen Klimaziele darstellen lässt. Da müssen andere Kriterien wie optische Landschaftsbeeinträchtigen, persönliche Befindlichkeiten und Sicherheit für den Rotmilan weit zurück gestellt werden.
Waiblingen plant im Übrigen mit Waiblinger Steuermitteln und auf Waiblinger Gemarkung. Statt zu polemisieren sollten wir überlegen, wie wir kommunal zusammenarbeiten und Hindernisse für Windkraftnutzung beseitigen können. Eine billigere und sichere Energieversorgung ist schließlich nicht nur für die Bewohner von Waiblingen von Interesse.
Roland Wied, Waiblingen im August 2022
Zum Artikel in der WKZ vom 2. August 2022
Gesamtmetall-Präsident hält Rente mit 70 für unausweichlich
Erst einmal vielen Dank für den ausgewogenen Artikel, und dass neben dem Gesamtmetall-Präsident auch wichtige andere Gruppierungen zu Wort gekommen sind. Dem Gesamtmetall-Präsident Herrn Wolf würde ich gene folgendes dazu sagen:
1. Seine Mitglieder sollten dann auch bereit sein, ältere Menschen (50+) neu einzustellen - wird ja ungern gemacht, denn leider wird man, wenn man älter wird auch häufiger krank - gilt gemeinhin als weniger flexibel bei den Entscheidungsträgern und kennt seine Rechte (neben seinen Pflichten) zu gut…
2. Vom Schreibtisch aus, kann man das gerne so fordern. Fragt sich nur, wie das mit Berufen vereinbar ist, welche auch schwere andere Arbeiten ausführen müssen. Viele wurden ja schon im Artikel genannt, irgendwie „schön" sich vorzustellen, dem Kaminkehrer und Handwerker die schweren Taschen oder Gehhilfen zu tragen während er arbeitet.
Auch schon unterwegs gewesen mit dem 9-Euro-Ticket? Halbzeit für´s Ticket, das ja eine der Maßnahmen aus unserem SPD-Entlastungspaket ist. Bei der aktuellen Inflationsrate nötiger denn je!
Verkauft wurden bisher 21 Millionen Tickets, 21 Mio. Menschen also, die profitieren und sich für eine Stärkung des ÖPNV aussprechen.
Für 9 Euro /mtl. quer durch Deutschland, täglich zur Arbeit, Schule oder zum Einkaufen nach Waiblingen. Welch neue, ungekannte Freiheit! Kein Suchen mehr nach Waben oder Tarifzonen, einfach rein in Bus oder Bahn und los. Zumindest theoretisch. Okay, ein paar klitzekleine Hürden sind noch zu nehmen, ausreichend Züge und so. Aber wir wollen nicht kleinlich sein, es zeigt sich: Wir Menschen sind bereit für den ÖPNV, jetzt muss noch der ÖPNV bereit gemacht werden für uns: Klare, erschwingliche Kostenstrukturen, kein regionaler Tarifdschungel mehr. Zuverlässigkeit!! Dann steigen wir um! Das wäre ein Schritt in Richtung Klimaneutralität bis 2035. Und bis zum einheitlichen Deutschland- oder 365-Euro-Ticket mahnen wir jetzt schon Verlängerung an!
Ihnen allen schöne Sommer- und Ferientage, vielleicht sogar unterwegs mit dem Ticket durchs Land oder Ländle!
15.09.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr Jahreshauptversammlung
21.09.2026, 19:00 Uhr - 21:30 Uhr 2. SPD-Mandatsträgertreffen 2026
28.11.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr Jahresabschluss mit Jubilarsehrung 2026
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