Beitrag im Wochenblatt von unserer Stadträtin Christel Unger

Veröffentlicht am 15.06.2021 in Fraktion
  • Klimaneutralität –  wie kann sie in Waiblingen erreicht werden?
  • Zwei wichtige Voraussetzungen sind meiner Meinung nach Mobilität und Energie. Dabei ist besonders zu berücksichtigen: Zuerst sind die Verhältnisse zu ändern und dann kann sich das Verhalten ändern.
  • Es darf nicht sein, dass die nötigen Änderungen nur dem einzelnen Bürger auf das Auge gedrückt werden – es ist ja schon jetzt so, dass die EEG Umlagen derzeit alleine von den Privathaushalten beim Strom bezahlt werden. Bei der Mobilität ist es am wichtigsten, dass der Güterverkehr nicht weiterhin über die Straße verläuft sondern auf der Schiene abgewickelt wird. Das ist Aufgabe des Staates – auch könnte dieser  weit mehr für den öffentlichen Nahverkehr ausgeben als bisher. Es wohnt ja nicht jeder in der Großstadt, sondern wir haben ja auch  viel Landbevölkerung, welche zum Arbeiten oft weite Wege in Kauf nehmen muss und auf das eigene Auto angewiesen ist. Da können die Kosten für Benzin nicht ins unermessliche steigen. Es kann auch nicht sofort in ein E-Mobil getauscht werden. Ist eigentlich für den notwendigen Strom gesorgt? Und woher soll die Voraussetzung für die anderen Antriebe kommen? Wir sind kein Land, das die Grundlagen für Batterien als Rohstoff besitzt. Es darf auch nicht alles auf den kleinen Häuslebauer abgewälzt werden. Um klimaneutral zu leben, müssten alle Zweipersonenhaushalte in eine Kommune ziehen mit weniger Platz. Arbeitslosigkeit ist auch ein Emissionskiller – was passiert mit den Menschen, die jetzt in diesen alten Bereichen in der Industrie tätig sind? Fragen über Fragen. Klimaneutralität ist wichtig, aber die Menschen müssen mitgenommen werden – sonst geht es ins Leere.
  • 15.06.2021