Jahresabschlussfeier des Ortsvereins - langjährige Mitglieder geehrt

Veröffentlicht am 09.12.2018 in Pressemitteilungen

Foto: Gabriel Habermann WKZ

Die Ehrung langjähriger Mitglieder stand im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier der Waiblinger SPD am 8. Dezember 2018 im Forum Mitte. Die Ortsvereinsvorsitzende Agnes Gabriel überreichte den Jubilaren Urkunden und Nadeln. Sie erinnerte die Mitglieder an die Ereignisse des vergangen Jahres und schwor sie auf die Kommunalwahl im Mai 2019 ein.

Vor den Ehrungen gedachte der Ortsverein mit einer Schweigeminute den Mitgliedern, die im Jahr 2018 verstorben waren. Dieter Banzhaf ist im Februar im Alter von 80 Jahren verstorben und war 56 Jahre Mitglied in der SPD. Martina Becker ist im März im Alter von 61 Jahren verstorben und war 39 Jahre Mitglied der SPD. Rolf Martin ist im Oktober im Alter von 69 Jahren und war 49 Jahre Mitglied der SPD.

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Martina Bobert, Gabriele Simon-Kaufmann, Christel Unger und Sabine Wörner geehrt. Gabriele Simon-Kaufmann konnte leider nicht persönlich kommen. Martina Bobert ist 2008 der SPD beigetreten. Sie ist nicht nur in der Beinsteiner SPD aktiv, sondern hat sich in Beinstein auch immer wieder in der Elternarbeit engagiert. Beim SV Fellbach ist sie Abteilungsleiterin für Budo, also für die Kampfsportarten. Sie selbst ist begeisterte Judo-Sportlerin und erzählte, dass sie auf ihren Wettkampfreisen durch Europa immer wieder erfährt, dass es  in anderen europäischen Ländern keineswegs selbstverständlich sei, dass sich im Sport so viele Ehrenamtliche engagieren, wie in Deutschland. Durch das Ehrenamt ist es viel mehr Menschen möglich, am Sport teil zu haben. Darum sollte es unbedingt erhalten bleiben.

Ebenfalls seit zehn Jahren Mitglied ist Sabine Wörner, die für die SPD im Waiblinger Gemeinderat und im Hohenacker Ortschaftsrat sitzt und Sprecherin der Frauengruppe der Waiblinger SPD ist. Ihre kommunalpolitischen Schwerpunkte sind bezahlbarer  Wohnraum, ressourcenschonende Planung und Radwege, wobei ihr sie ihren Beruf als Architektin ideal mit ihrem Amt verbinden kann. Sabine Wörner erinnerte daran, dass Jutta Künzel vor zehn Jahren viele neue Mitglieder geworben hatte, die nun alle in diesem und im kommenden Jahr Jubiläum feiern können. Sie habe den Eindruck, dass es zur Zeit eher schwieriger werde, junge Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen, weil diese tatsächlich immer weniger weniger Zeit haben. Sie zeigte sich aber auch optimistisch, dass sich das in Zukunft wieder ändere.

Christel Unger, die ebenfalls Gemeinderätin für die SPD ist, besitzt das Parteibuch auch zehn Jahre. Sie war schon immer gewerkschaftlich engagiert, hat sich aber erst im "Unruhestand" auch kommunalpolitisch betätigt. Als Mitarbeiterin im städtischen Kulturamt hätte sie vorher nicht in den Gemeinderat gewählt werden können. Agnes Gabriel erinnerte daran, dass sie auch ihre Stellvertreterin im Ortsvereinsvorstand ist und dort eine wichtige Funktion als Verbindung zur Gemeinderatsfunktion übernimmt. Vor ihrer Zeit als Stadträtin war sie außerdem als Musiklehrerin in der Kunstschule und im Städtischen Orchester tätig. Christel Unger erzählte, dass einige Kollegen nicht fassen konnten, dass sie nach ihrer Pensionierung weiterhin mit "dem Laden zu tun haben wolle". Sie betonte aber, dass es wichtig sei, Menschen aller Altersgruppen im Gemeinderat zu haben. Zum Beispiel sei ihr vorige Woche aufgefallen, dass städtische Mitarbeiter den einzigen Zugang zum Schlosskeller zugestellt hatten, der ein Geländer hat - jüngeren Menschen sehen so etwas nicht.

Seit 25 Jahren sind Dr. Axel Kunze, Sebastian Seelow in der SPD. Dr. Axel Kunze hat in seinem Leben politisches und kirchliches Engagement verbunden. Er war in den 90jahren Juso-Vorsitzender im Kreis Bamberg und im Bezirk Franken. Als Theologe schrieb er seine Dissertation über "Parteien und Ethik" und seine Habilitation über das Menschenrecht auf Bildung. Dr. Axel Kunze erzählte, dass er in Bamberg die Willy-Aaron-Gesellschaft mitbegründet habe. Willy Aaron war ein jüdischer Sozialdemokrat in Bamberg. Die nach ihm benannte Gesellschaft will an den Widerstand gegen die Nazis in Bamberg erinnern. Außerdem engagiert er sich im Lasalle-Kreis. Der Kreis ist die beschäftigt sich mit der Geschichte linker Burschenschaften und ist die Vertretung heutiger linker Burschenschaften. Dr. Axel Kunze hat das Buch "Rote Fahnen, bunte Bänder" über dessen Geschichte mit verfasst. Er gab zu, dass er sich bisher im Waiblinger Ortsverein kaum habe sehen lassen, versprach aber, nun öfter vorbei zu schauen.

Sebastian Seelow wohnte in seiner Jugend in Schorndorf und war dort bei den Jusos aktiv. Nach seinem Umzug nach Waiblingen hat er sich zwei Jahre lang im Ortsvereinsvorstand engagiert. Sebastian Seelow gab zu, dass er sich überlegen musste, ob er heute komme. Er besitzt eine Immobilienfirma und kann von daher mit vielen Beschlüssen der Bundespartei nicht einverstanden sein. Er gab auch zu, im Kollegenkreis als Sozialdemokrat immer wieder auf Unverständnis gestoßen zu sein. Schließlich sei er doch gekommen, weil er wegen der tollen Menschen in die SPD eingetreten sei - wegen der er sich auch in Waiblingen engagiert habe.

Für 40jährige Mitgliedschaft wurde Ingeborg Lange und Wolfgang Göttlicher geehrt. Wolfgang Göttlicher konnte leider nicht kommen. Es wurde Ingeborg Lange nicht gerade in die Wiege gelegt, dass sie einmal nach Waiblingen ziehen würde. Sie wurde in Brasilien geboren und hat die deutsche und die brasillianische Staatsbürgerschaft. Die Familie zog nach Ulm und wurde dort 1944 total ausgebombt. In Beutelsbach fanden sie ein neues zuhause. Eigentlich wollte Ingeborg Lange Medizin studieren, hat dann aber Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart studiert. Auf Anregung eines Arztes in Kiel baute sie dort an der HNO-Klinik die Abteilung für Stimme und Sprechen auf. Dort in Kiel lies sich ihr späterer Mann Klaus wegen Heiserkeit behandeln. 1963 heirateten beide in Beutelsbach und sie bekamen drei Kinder. Klaus bekam drei Jahre lang ein Forschungsstipendium in Madrid und drei weitere Jahre in Rennes in der Bretagne. Schließlich bekam Klaus eine Anstellung als Lehrer in Waiblingen und Ingeborg baute sich hier eine logopädische Praxis auf. Sie wäre am liebsten in Frankreich geblieben und darum haben sie ein Ferienhaus in Burgund. Ingeborg Lange hatte schon immer Symphatie für die SPD und ist darum vor vierzig Jahren eingetreten.

Für 50jährige Parteimitgliedschaft wurde Renate Bickel geehrt. Sie erzählte, dass sie einen Tag nach ihrer Hochzeit in die SPD eingetreten sei. Bewusst habe sie sich andere Bereiche für ihr Engagement gesucht, als ihr Mann Charly. Sie hat die Waiblinger Tafel mit gegründet und arbeitet dort bis heute mit. Ihr Berufsleben hatte sie bei der IG Metall verbracht. Helga Straile würdigte Renate Bickel und erzählte, dass 1972 das Wahlkreisbüro von Manfred Wende bei Bickels in der Wohnung war. Es war bisher das einzige Mal, dass ein SPD-Abgeordneter den Wahlkreis Waiblingen gewinnen konnte. Heute kaum vorstellbar sei die damals technisch äußerst einfache Organisation gewesen. Sie erinnere sich aber auch gerne an die familiäre Atmosphäre, in der Renate immer ein offenes Ohr sowie Getränke für alle Wahlkämpfer gehabt habe. Charly Bickel erzählte, dass damals auch die Juso-Geschäftsstelle in seiner Wohnung gewesen war. Renate habe über ihren Job bei der IG Metall gewusst, welcher Matritzen-Apparat (mit denen man vor den Fotokopieren vervielfältigte) der modernste war und am wenigsten stank. (Die verschiedenen Lösungsmittel rochen nämlich unterschiedlich stark.) Das kam auch dem Familienleben zugute. Bis heute behaupte Renate, dass er damals sogar noch im Schlaf an den Wahlkampf gedacht und gemurmelt habe: "Wir müssen Flugblätter drucken!"

 

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