Gute Stimmung trotz ausgefallenem Referenten

Veröffentlicht am 15.03.2020 in Ortsverein

Der Gast beim diesjährigen Maultaschenessen der Waiblinger SPD, der Juso-Landesvorsitzende Pavlos Wacker, musste aus Krankheitsgründen leider kurzfristig
absagen. Für ihn sprangen spontan zwei Mitglieder der Waiblinger SPD ein: Jula Hutzmann, die zur Zeit bei den Jusos und im SPD-Ortsvereinsvorstand aktiv ist. Und
Klaus Riedel, der von 1972 bis 1975 Landesvorsitzender der baden-württembergischen Jusos war. Der Ortsverein lies sich durch die Absage nicht entmutigen, verlegte das Essen in einen kleineren Raum und feierte in kleinerem Rahmen.

Jula Hutzmann stellte die Jungsozialisten vor. Sie sind der traditionelle Jugendverband der SPD. Zu ihnen gehören sowohl die Mitglieder der SPD bis zum Alter von 27 Jahren, als auch Jugendliche, die sich ausschließlich bei den Jusos engagieren wollen. In Baden-Württemberg haben sie rund 40.000 Mitglieder. Im Rems-Murr-Kreis stellen die Jusos fest, dass sich Jugendliche zur Zeit häufig gegen Rechtsextremismus engagieren. Auch wenn es um Verbesserungen in der eigenen Stadt geht, sind
Jugendliche interessiert. Theoriediskussionen schrecken sie eher ab.

Vor fast 50 Jahren war Klaus Riedel Landessprecher der Jusos Baden-Württemberg.
Mit ihm im Landesvorstand waren unter anderem Hermann Scheer, Dieter Spöri, Yvo Gönner und weitere bekannte Namen. „Mit Hermann habe ich mir das Motto geteilt:
Links von uns kommt nur noch der Abgrund.“, schilderte er. Die Jusos galten in den wilden 68er-Zeiten als linksradikal und Heinz Bühringer – damals SPD-Landesvorsitzender und ebenfalls Mitglied des Waiblinger SPD-Ortsvereins wollte ihn
ausschließen. Später verband Klaus Riedel mit Heinz Bühringer eine persönliche Freundschaft, aber damals ging die Abstimmung sehr knapp zugunsten von Klaus Riedel aus. Etwa 59 zu 56 Stimmen gegen einen Ausschluss.

Als Landessprecher der Jusos musste er feststellen, dass der Landesverband pleite war, erzählte Klaus Riedel. Alle Jusos wussten, dass sie von der damaligen Schatzmeisterin keine Hilfe erwarten konnten. Also ging er zur Stuttgarter Niederlassung
der Bank für Gemeinwirtschaft. Das war die Bank der Gewerkschaften und von daher erhofften sie sich am ehesten Hilfe. Der Vorstand servierte ihm tatsächlich Konjak
und Zigarren – wie er es sich als Linker immer vorgestellt hatte. Er mochte beides nicht, konnte das Angebot unter diesen Umständen natürlich nicht ablehnen. Und tatsächlich suchten die Mitarbeiter der Bank nach einem gangbaren und legalen Weg
aus der Finanzmisere. Wie heute noch bekamen die Mitglieder des Juso-Landesauschusses auch damals Spesen und Fahrtkosten ersetzt. Alle verzichteten auf das Geld und spendeten es der SPD. Und bei den vielen Sitzungen damals war
der Landesverband in kürzester Zeit saniert.

 

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