Am 16. Juli 2016 verkauften die Jusos unteres Remstal auf dem Postplatz in Waiblingen Muffins zum Thema „gleicher Lohn für Frauen und Männer“. Durch diese Lohnungerechtigkeit mussten die Männer 1,50 Euro zahlen, hingegen die Frauen nur einen Euro. Von Wut der Männer bis zu Entschlossenheit von Frauen waren viele Meinungen von Waiblinger Bürgern vertreten.
Normalerweise ist das Interesse der Bürgerschaft an den Sitzungen des Gemeinderats nicht sehr groß – leider. Am Donnerstag letzte Woche war dies anders, ca. 200 Bürgerinnen und Bürger, die meisten vom Galgenberg, waren gekommen. Der Grund war der Flächensuchlauf, in dem alle Flächen dargestellt wurden, auf denen irgendwann einmal gebaut werden könnte. Die Flächen sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, von sofort bebaubar und im Eigentum der Stadt bis sogenanntes „Arrondierungspotential“, das heißt Flächen, die unmittelbar an eine bestehende Bebauung anschließen, jedoch noch nicht einmal im Flächennutzungsplan enthalten sind und somit erst sehr langfristig baureif gemacht werden könnten.
Die Stadtverwaltung sucht gerade im gesamten Stadtgebiet Flächen für den Bau günstiger Wohnungen und die Unterbringung von Flüchtlingen. In der Sitzung des Waiblinger Gemeinderats am 30. Juni 2016 hat der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Roland Wied, folgende Stellungnahme dazu abgegeben:
Wir tragen den Beschluss und die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehensweis mit.Ich darf daran erinnern, dass die SPD-Fraktion bereits im Rahmen der letzten HH-Beratungen gefordert hat, möglichst rasch zu klären, wo Baumöglichkeiten bestehen.
Natürlich kurzfristig. Aber auch für längerfristig: Wo haben wir denn überhaupt die Möglichkeit, etwas zu machen?
Warum ist das notwendig? Wir stellen fest, dass Wohnraum in Waiblingen äußerst knapp ist. Die Nachfrage ist hoch. Bezahlbare Mietwohnung sind kaum noch am Markt. Eigentum ist so teuer geworden, das der Traum vom eigenen Heim für Viele, trotz günstiger Zinsen und der Bereitschaft zu lebenslänglicher Verschuldung, illusorisch ist.
Remstalgartenschau/Talaue: Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden Roland Wied im Gemeinderat am 30. Juni 2016
Ich möchte nochmals das Thema Remstalgartenschau und unsere Projekte in der Talaue ansprechen. Da wurden ja jetzt doch noch einige Stimmen aus der Bevölkerung hörbar. Frau Priebe hat sich ja mächtig ins Zeug gelegt und für die Haltung der Stadt geworben.
Aber ich denke, Herr Oberbürgermeister, Sie sind da auch gefordert und sollten sich dazu erklären, wie sie mit der Kritik umgehen wollen und ob Sie erneuten Handlungs-oder Diskussionsbedarf sehen.
Ich möchte dabei noch klarstellen, dass wir die vereinzelt laut gewordene Fundamentalkritik nicht mittragen. Wir haben immer gesagt, dass wir zur Gartenschau und unserem Waiblinger Beitrag stehen.
Die SPD-Fraktion beantragt zu PTU 43/2016 Städtebauliches Konzept „Hoher Rain“
Der dritte Punkt soll wie folgt beschlossen werden:
„15 % der entstehenden Geschossfläche sind als kostengünstiger Mietwohnungsbau zu entwickeln. Für diese Wohnungen erhält die Stadt ein Belegungsrecht über 25 Jahre.“
Begründung: In der Stadt wird dringend Mietwohnraum benötigt. Es besteht bereits Einigkeit darüber, dass der Bestand der Stadt an Wohnraum bzw. an Mietwohnraum, über den die Stadt verfügen kann, erhöht werden soll.
Die Stadt muss dort handeln, wo sie Mitwirkungsmöglichkeiten hat.
Die im Beschlussvorschlag enthaltene 10 %-Regelung ist nicht ausreichend. Angesichts des Wertzuwachses, den das Gelände durch die Umplanung erfährt, und die sich daraus für den Investor ergebenden Möglichkeiten, ist die Bereitstellung von 15 % der Flächen als Mietwohnungen mit Belegungsrechten der Stadt das Mindeste, was verlangt werden muss.
28.11.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr Jahresabschluss mit Jubilarsehrung 2026
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