SPD Waiblingen

Von unserem Stadtrat Ulrich Scheiner, Beitrag im Amtsblatt

Liebe Waiblinger Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein bitteres Jahr voller Beschränkungen und Entbehrungen neigt sich glücklicherweise seinem gruseligen Ende entgegen. Wie wahrscheinlich alle Menschen leide ich unter dem Regime einer Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen meiner Freiheiten und Gewohnheiten, die für mich vor zwölf Monaten unvorstellbar waren.

Für mich bedeutet das konkret, dass ich mich mit extrem kurzfristig bekannt gegebenen Verordnungen beschäftigen darf, meine Freunde nicht mehr so sehe, wie ich mir das wünsche, für das Amt als Elternvertreter in der Klasse meiner Tochter einen deutlich höheren Aufwand benötige als in Vor-Corona-Zeiten, mir in den Sitzungen des Gemeinderats im riesigen Ghibellinensaal des Bürgerzentrums manchmal verloren vorkomme, meinen Verein wiederholt schließen und auf bessere Zeiten vertrösten musste, deswegen mehr Austritts- als Eintrittserklärungen unterschrieben habe, als Kindertrainer keine Stunde voller Spaß beim Fußballspiel am Samstagmorgen anbieten kann und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, am Bahnhof, bei der Arbeit und beim Einkaufen eine Mund-Nase-Bedeckung zum Schutz meiner Mitmenschen trage. Das alles ist zugegebenermaßen anstrengend und belastet mich. Und trotzdem sei die Frage erlaubt: worum geht es eigentlich bei den ganzen Verordnungen und Einschränkungen? Geht es darum, dass uns vermeintlich böswillig Freiheiten entzogen werden oder steht dabei nicht viel mehr der Schutz der Risikogruppen, die Unterbrechung von Infektionsketten und die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitssystems im Vordergrund?

Ich bin der Meinung, dass diese Güter Vorrang vor meinem persönlichen Spaß haben und hinzunehmen sind. Kopfschüttelnd und verständnislos blicke ich deshalb auf die zahlreichen Proteste, die seit einigen Monaten wie Pilze aus dem Boden schießen und deren Argumente ich rational nicht nachvollziehen kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine nachdenkliche Adventszeit; bleiben Sie gesund!

Ulrich Scheiner

Von unserem Fraktionsvorsitzenden Roland Wied, Stauferkurierbeitrag 23.11.2020

Der Haushaltsplan für das Jahr 2021 liegt vor, die Diskussion darüber hat begonnen.
Dank relativ hoher Steuereinnahmen und Kompensationszahlungen von Bund und Land
für coronabedingte Mindereinnahmen kann das hohe Niveau in Waiblingen
gehalten werden. Spürbare Einschränkungen waren nicht notwendig.
Für die SPD-Fraktion ist wichtig, dass das hohe Investitionsvolumen in vollen Umfang
aufrecht erhalten und finanziert werden kann.
Streichungen und Schiebungen müssen vermieden werden. Die geplanten Investitionen
halten Waiblingen weiterhin attraktiv. Kommunale Investitionen sind darüber hinaus
wichtig für Konjunktur und Arbeitsplätze, auch die lokalen Betriebe und Unternehmen
profitieren davon.

Haushaltsanträge für 2021

Hier finden Sie die Anträge der SPD-Gemeinderatsfraktion für den Haushalt 2021 im Überblick:

Klimaschutzmaßnahmen

Lärmaktionsplan

Gewerbesteuer

Radverkehr

Vergnügungssteuer

HH-Rede 2021 – Roland Wied, Vorsitzender der SPD-Fraktion 19. November 2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hesky,
sehr geehrte Frau Erste Bürgermeisterin Dürr, sehr geehrter Herr Baubürgermeister Schienmann, sehr geehrter Herr Ozan,
sehr geehrte Damen und Herren,

wäre hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir heute einen ganz anderen Blick auf die Welt und somit auch auf die Entwicklung unserer Stadt haben. Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, was plötzlich möglich ist oder – notgedrungen – nicht mehr möglich ist.

Der Umgang mit der Corona-Pandemie hat die gesamte Verwaltung – von den untersten Ebenen der Fachbereiche bis zur Verwaltungsspitze – vor unbekannte Herausforderungen gestellt und bei vielen für viel Zusatzarbeit und Stress gesorgt. Ich möchte daher namens der SPD-Fraktion zunächst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Stadtverwaltung und im gesamten öffentlichen Bereich für ihren Einsatz danken. Herzlichen Dank, bleiben Sie dran und bleiben sie gesund. Dem bescheidenen finanziellen Ausgleich, den wir neulich beschlossen haben, haben wir gerne zugestimmt und wir sind auch zukünftig bereit, für genügend Personal und vernünftige Arbeitsbedingungen zu sorgen.

Beim Blick auf die finanzielle Situation der Stadt Waiblingen können wir feststellen, dass wir dieses Jahr recht ordentlich dastehen. Einschränkungen im großen Stil, spürbar für die Einwohnerschaft, gab es nicht und waren auch nicht angezeigt.

Beitrag, Amtsblatt von unserer Stadträtin Christel Unger

Am 4. November wurde unser Fraktionsmitglied Urs Abelein als Vertreter des Wahlkreises Waiblingen für die Bundestagswahl 2021 nominiert. Bei seiner Vorstellungsrede konnten wir seinen politischen Willen und seine flammende Motivation zur Kandidatur spüren. Sein Hermann Scheer geprägtes Thema - Erneuerbare Energien zur Realisierung der Energiewende, das Ende der Kommerzialisierung des Gesundheitssystems – Wohnungsnot - kein Nord-Ost-Ring – sind nur ein paar Beispiele seiner Themenschwerpunkte. Wir als sein SPD-Ortsverein sind stolz auf unseren Kandidaten – unsere Unterstützung ist ihm gewiss.

Jetzt zu einem aktuelleren Thema, welches uns momentan sehr beschäftigt – das Virus. Wir sind inzwischen in der 2. Welle angekommen und ich kann nicht verstehen, dass es noch Menschen gibt, welche das alles verharmlosen und mit einer Grippe abtun. Es geht nicht mehr nur um gefährdete ältere Personen, sondern auch Jüngere und vor allem Kinder sind jetzt davon betroffen. Ich frage mich, warum zigtausende Menschen gegen die verordneten Maßnahmen protestieren – oft ohne Maske und Abstand. Die Kinder in der Schule müssen von der Fahrt im Schulbus morgens bis abends, wenn sie wieder nach Hause kommen, eine Maske tragen. Wo ist da das Verhältnis? Mir tut auch die Gastronomie leid – die hatte sich großen Teils mit den Einschränkungen eingerichtet – aber was nützt das, wenn es noch Tausende gibt, die meinen, ohne Party ist das Leben nichts wert. Jetzt müssen durch die verordneten Maßnahmen alle leiden.

 

Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Durchhaltevermögen für die nicht gerade einfache Zeit - bleiben Sie gesund.

Foto: Frauke Gabriel

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